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Post-Quantum: Kryptografie vor dem Umbau

Am 13. August 2024 veröffentlichte das US-Standardisierungsinstitut NIST die ersten drei finalen Post-Quantum-Standards. FIPS 203, FIPS 204 und FIPS 205 definieren neue Verfahren für den Schlüsselaustausch und digitale Signaturen. „Harvest now, decrypt later“-Angriffe treffen schon heute Daten, die lange vertraulich bleiben müssen – von staatlicher Kommunikation über medizinische Forschung bis hin zu industriellen Entwicklungen.

Das Whitepaper übersetzt die neuen Standards in operative Handlungsschritte. Sie erfahren, welche Algorithmen das klassische Public-Key-Verfahren ablösen, warum vielfältige Verfahren die Resilienz stärken und wie hybride Übergangsmechanismen den Umstieg absichern.

Im Zentrum stehen ein fünfphasiger Migrationspfad, der vom Kryptografie-Inventar über die Risikoanalyse bis zum schrittweisen Roll-out reicht, konkrete Hinweise zu PKI, TLS und HSM-Upgrade-Pfaden sowie eine realistische Kostenrechnung für mittelgroße Organisationen.

Das britische NCSC nennt konkrete Zeitvorgaben: Bis 2028 stehen Discovery und Planung im Fokus, bis 2031 die Migration priorisierter Systeme und bis 2035 der Abschluss der Umstellung. Für IT-Verantwortliche liefert das Dokument einen strukturierten Fahrplan – bevor der Zeitdruck zu Preisaufschlägen und Notlösungen zwingt.